ADB:Oenicke, Clara Wilhelmine

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Artikel „Oenicke, Clara Wilhelmine“ von Franz Vallentin (Kunsthistoriker) in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 52 (1906), S. 704, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Oenicke,_Clara_Wilhelmine&oldid=- (Version vom 22. Oktober 2021, 02:43 Uhr UTC)
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Oenicke: Clara Wilhelmine Oe. (Malerin), geboren am 29. Juli 1818 in Berlin, † am 9. August 1899 daselbst.

Sie wurde zuerst von Remy, dann von Karl Begas und[WS 1] Eduard Magnus ausgebildet, arbeitete seit 1840 selbständig und malte namentlich Historienbilder, die bei einer schwunglosen Nüchternheit und philistrosen[WS 2] Conception sicher und correct gezeichnet sind. Dasselbe gilt von ihren Porträts, deren bestes das kräftig modellirte Bildniß des Ministers Stosch ist. Bekannt ist sie besonders durch ihre Lutherbilder geworden. Von diesen und den übrigen Historienbildern seien folgende genannt: „Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen weigert sich, das Interim anzunehmen“ (Museum in Schwerin); „Karls des Großen Versöhnung mit Thassilo von Baiern“; „Leibniz legt der Königin Sophie Charlotte den Plan zur Akademie der Wissenschaften vor“; „Die heilige Elisabeth“; „Luther findet die erste lateinische Bibel“; „Hausandacht Luther’s“; „Luther tröstet den kranken Melanchthon“ (Martinsstift zu Erfurt); „Christus als guter Hirte“; „Christus am Oelberg“; „Christus am Kreuz“.

Deutscher Nekrolog vom Jahre 1899, Bd. 4, 1900. – Müller, Biographisches Künstlerlexikon, Leipzig 1882.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: nnd
  2. philiströs: philisterhaft, kleinbürgerlich (Quelle: Wiktionary)