ADB:Fahner, Johann Christoph

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Artikel „Fahner, Johann Christoph“ von August Hirsch in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 6 (1877), S. 534, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Fahner,_Johann_Christoph&oldid=- (Version vom 2. April 2020, 22:15 Uhr UTC)
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Fahner: Johann Christoph F., Arzt, den 8. November 1758 in Buttstädt (Kreis Jena) geboren, bezog die Universität zu Jena, um sich dem Wunsche seiner Eltern gemäß der Theologie zu widmen, seine Neigung aber führte ihn zum Studium der Medicin. Im J. 1780 erlangte er daselbst den Doctortitel, wurde Stadtarzt in seiner Vaterstadt, wandte sich aber später nach Frankenhausen, 1785 nach Nordheim und schließlich nach Ilefeld, wo er am 7. Januar 1802 eines gewaltsamen Todes (er wurde auf einem nächtlichen Ritte von einem Knechte erschlagen) starb. – Fahner’s wissenschaftliche Thätigkeit war vorzugsweise der gerichtlichen Medicin zugewandt und auf diesem Gebiete bewegen sich auch die meisten seiner Arbeiten, unter welchen besonders sein „Vollständiges System der gerichtlichen Arzneikunde“, 3 Bde., 1795–1800, und „Beiträge zur praktischen und gerichtlichen Arzneikunde“, 1. Theil, 1799, hervorzuheben sind. Außerdem hat er ein „Magazin für die gesammte populäre Arzneikunde“ (in 12 Heften, 1785. 1786) herausgegeben, mehrere Uebersetzungen (so namentlich Frank’s „System der medicinischen Polizei“, gekürzt und mit Zusätzen versehen) geliefert und eine Reihe von Artikeln, ebenfalls zumeist forensisch-medicinischer Natur, in Stark’s Archiv für Geburtshilfe und Hufeland’s Journal der praktischen Heilkunde veröffentlicht.