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Artikel „Eyring, Jeremias Nicolaus“ von Gustav Gilbert in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 6 (1877), S. 462–463, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Eyring,_Jeremias_Nicolaus&oldid=- (Version vom 22. November 2019, 03:27 Uhr UTC)
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Eyring: Jeremias Nicolaus E., geb. am 25. Juni 1739 zu Eyrichshof im Canton Baunach in Franken, besuchte seit 1756 das akademische Gymnasium zu Koburg und seit 1759 die Universität zu Göttingen, wo er 1760 Mitglied des philologischen Seminars wurde. 1762 Subconrector des städtischen Gymnasiums in Göttingen, wurde er zugleich 1763 Amanuensis der Universitätsbibliothek daselbst. 1765 Rector der Stadtschule und 1773 zweiter Custos der Bibliothek mit dem Prädicat eines außerordentlichen Professors der Philosophie erhielt er zugleich in demselben Jahre das Directorat des Gymnasiums. 1780 wurde er Prof. publ. ord. und 1785 erster Custos der Bibliothek. 1789 legte er seine Stelle an der Bibliothek nieder, wo seine Thätigkeit namentlich auf Ausarbeitung systematischer Kataloge gerichtet gewesen war. Seine Vorlesungen an der Universität bezogen sich auf hebräische Grammatik, alttestamentliche Exegese, allgemeine Litteraturgeschichte. Auch privatissima im Griechischen und Lateinischen hielt er. Seine Verdienste um die Schule waren nicht unbedeutend. Er starb am 27. April 1803. Seine Schriften waren: „Gedanken zur Vertheidigung derer, die ohne Reichthum studiren. Bei dem Tode Gesner’s entworfen“, 1761. „Diss. inaug. de virtutibus historicorum veterum et recentiorum inter se comparatis“, Gotting. 1762, „Diss. de historiae universalis apud Graecos Romanosque et nostros jam scriptores diversa ratione quam auctoritate ampliss. ord. philos. ut magisterii jura capesseret 18. Febr. 1764 examini exposuit resp. Phil. Ant. Frid. Martin“, Gotting. 1764. „Narratio de scholis suis cum virorum quorundam illustrium lectissime subole institutis“, 1764. „Prolusio de cultus populorum tribus generibus“, Gotting. 1767 (Programm des Gymnasiums). „Descriptio operum J. M. Gesneri. Insertum est [463] commercium litterarium Lucianeum“, 1769. „Synopsis historiae litterariae qua Orientis Graeca Romana item aliarum linguarum scriptis cultarum litteratura tabulis synchronisticis exhibetur.“ 3 Theile, 1783. „Programma quo litterarum studiosam in gymnasio publ. Gotting. juventutem ut almae parentis academiae Georgiae Aug. sacra semisaecularia pie ac laete concelebret adhortatur,“ Gotting. 1787. Außerdem gab er heraus: „Chrestomathia tragica tres integras tragoedias continens, Aeschyli Prometheum Sophoclis Ajacem Euripidis Phoenisses auctoritate J. M. gesneri in usum scholarum edita,“ 1762. „J. M. Gesneri biographia academica Gottingensis“, vol. 1. 2. 3, 1769. 70. „Litterarischer Almanach der Teutschen auf das J. 1775, enthaltend ein systematisches Verzeichniß derjenigen Schriften, welche die Litteratur des besagten Jahres ausmachen“, 5 Stücke, 1776–77; auf das J. 1776, 5 Stücke, 1777; auf das J. 1777, 4 Stücke, 1778–80. „Pädagogisches Jahrbuch, darin einzelne Erziehungsanstalten beschrieben und über besondere Gegenstände der Erziehung Betrachtungen angestellt werden“, 1. Stück 1779, 2. Stück 1781, 3. Stück 1783, Göttingen, 4.–6. Stück (zusammens) 1788 ib. (Stück 4–6 auch erschienen unter dem Titel: „Opuscula ad historiam litterariam rei schloasticae praesertim Gottingensis pertinentia seu Gymnasii Gotting. 28. Apr. 1586 conditi instaurata memoria ejus acta bissaecularia monumenta historica antiquissima et tertii saec. actiones novissimas continens“ oder als „Sammlung einiger Denkschriften, die Stiftung und Geschichte des Gymnasiums zu Göttingen betr.“. Die Abhandlung: „Einige Betrachtungen über den Zustand des Schulwesens zu Göttingen vor 1586“ ist auch allein als Programm des Gymnasiums erschienen). „Litterarische Annalen der Gottesgelehrsamkeit insonderheit in Teutschland; nach einem systematischen Entwurf verfaßt und herausgegeben“, 1. Zeitraum 1778–80, 1782. „Conspectus rei publicae litterariae sive via ad hist. litt. juventuti studiosae aperta a C. A. Heumanno. Ed. VIII quae ipsa et novae recognitionis prima“, 1791. 97, 2 partes. Aufsätze von ihm sind erhalten in Gatterer’s Allgemeiner historischer Bibliothek, namentlich Bd. IV. S. 3–214 über Diodor, (die Stelle, welche derselbe unter den Schriftstellern und besonders unter den Geschichtschreibern verdient und über den Plan desselben; nur in Beziehung auf die erhaltenen Theile des Werkes Diod.), nebst Nachträgen V. 29–38, welche eine allgemeine Charakteristik Diodors geben. Auch Recensionen enthält die Allgemeine historische Bibliothek sowie die Allgemeine deutsche Bibliothek und die Götting. Gelehrten Anzeigen von ihm. Uebersetzungen lieferte er von Clephane, Jo. Andr. Peyssonnell und Hillary, „Nachrichten vom Aussatz der Araber“, aus dem Englischen im Hann. Magazin, 1762. 63. 64; Jac. Moor’s „Versuch über die historische Composition“, aus dem Englischen in der Allgemeinen historischen Bibliothek V. 38–68; De Guigne’s „Abhandlung von dem Zustande des französischen Handels in der Levante vor den Kreuzzügen“, im Auszuge, aus dem Französischen das. X. 21–28, und „Vertheidigung des Herodot gegen die Beschuldigungen Plutarchs“, drei Abhandlungen des Herrn Abt Geinotz, das. 29–136.

Vgl. Pütter, Versuch einer akademischen Gelehrtengeschichte von der Georg-August-Universität zu Göttingen, I. S. 204 f., II. S. 181 f. 227 f. Fortges. von Saalfeld III. S. 414. 115 f.