ADB:Eberhard (Erzbischof von Trier)

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Eberhard, Erzbischof von Trier“ von Leopold von Eltester in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 5 (1877), S. 554, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Eberhard_(Erzbischof_von_Trier)&oldid=- (Version vom 24. Oktober 2020, 21:34 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Band 5 (1877), S. 554 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Eberhard von Trier in der Wikipedia
GND-Nummer 135734665
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|5|554|554|Eberhard, Erzbischof von Trier|Leopold von Eltester|ADB:Eberhard (Erzbischof von Trier)}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=135734665}}    

Eberhard, Erzbischof von Trier, 1047–1066, eines schwäbischen Grafen Ezzelin Sohn, Dompropst zu Worms, wurde als ein getreuer Anhänger des fränkischen Hauses von Kaiser Heinrich III. unter Zustimmung des Klerus und Volkes zu Trier im Juni 1047 zum Erzbischof ernannt, am 28. Juni geweiht und am 1. October desselben Jahres vom Papste Clemens II. bestätigt. Papst Leo IX. erwies ihm große Gunst, indem er E. nicht nur in Rom im April 1049 den alten Primat der trierischen Kirche in Gallien erneuerte, sondern ihn auch im September desselben Jahres durch seinen Besuch in Trier auszeichnete. E. begleitete den Papst hierauf auf seiner Reise nach Frankreich, wo er der Synode von Rheims und später auch der von Mainz beiwohnte. Auch Kaiser Heinrich III. besuchte den Erzbischof wiederholt in Trier, 1051–1056. – Um eine Verbindung des damals noch getrennten Oberstiftes Trier mit dem am Rhein gelegenen Niederstifte herbeizuführen, schloß E. 1052 einen Tauschvertrag mehrerer Gebiete an der Untermosel mit dem Grafen Walram von Arlon, gerieth aber nach dem Tode Kaiser Heinrichs III. als ein Bundesgenosse des Sohnes desselben, Heinrichs IV., in eine schwere Fehde mit dem Grafen Konrad von Luxemburg, wurde von demselben gefangen, arg mißhandelt (1059?) und erst nach dem gegen seinen Peiniger verhängten Kirchenbanne wieder freigegeben (1060?). König Heinrich IV. besuchte ihn 1061 in Trier, jedoch hatte die ihm zugefügte Schmach den Keim seines Todes gelegt. E. starb plötzlich in der Sacristei des Doms zu Trier am 15. April 1066 und wurde in der St. Paulinus-Kirche daselbst begraben, welche Papst Leo IX. im J. 1049 in seiner Gegenwart geweiht hatte.

Gesta Trevirorum, cap. LVI–LVII. – Beyer-Eupen, Mittelrhein. Archiv. Buch I. – Görz, Mittelrhein. Regesten. I.