ADB:Boos, Roman Anton

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Boos, Roman Anton“ von Wilhelm Schmidt (Kunsthistoriker) in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 3 (1876), S. 139, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Boos,_Roman_Anton&oldid=- (Version vom 11. Juli 2020, 12:37 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Boos, Martin
Nächster>>>
Boost, Johann Adam
Band 3 (1876), S. 139 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Roman Anton Boos in der Wikipedia
GND-Nummer 118828282
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|3|139|139|Boos, Roman Anton|Wilhelm Schmidt (Kunsthistoriker)|ADB:Boos, Roman Anton}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=118828282}}    

Boos: Roman Anton B., Bildhauer, geb. zu Roßhaupten bei Füßen 1730, † zu München 1810[1], lernte erst bei dem Bildhauer Anton Sturm in Füßen und dann bei dem kurfürstlichen Hofbildhauer zu München Johann Straub. Auch der Unterricht Verhelst’s an der Augsburger Akademie wurde besucht, und schließlich erhielt B. auf der Wiener Akademie seine volle Ausbildung. Er wählte dann München als Aufenthaltsort und fand hier von Seiten des Hofes und für Kirchen und Klöster Beschäftigung, auch verlieh man ihm den Titel einer Hofbildhauers und ernannte ihn zum Professor an der Akademie. Er verfertigte die vier kolossalen Marmorstatuen der Heiligen Cajetan, Maximilian, Ferdinand und Adelheid an der Façade der Theatinerkirche zu München, die Holzbilder des Herzogs Ludwig des Strengen und des Kaisers Ludwig IV. in der Klosterkirche zu Fürstenfeld bei Bruck, die sieben Götterstatuen aus weißem Marmor im Schloßgarten zu Nymphenburg, die reichgeschmückte Holzkanzel in der Frauenkirche zu München u. a. Am bekanntesten sind seine „Thaten des Hercules“, die sieben Nischen der Arcaden des Münchner Hofgartens füllen; sie sind übrigens nicht nach seinen eigenen Vorlagen, sondern nach denen des berühmten Peter Candit ausgeführt. Roman war übrigens ein manierirter Meister, der noch in den Banden der ausgehenden Bernini’schen Kunstweise stand.

[Zusätze und Berichtigungen]

  1. S. 139. Z. 15 v. o.: Roman Boos wurde den 31. December 1730 geboren und starb am 19. December 1810. Vgl. A. Erhard, Die Straßennamen Münchens und ihre Bedeutung, 1880. [Bd. 11, S. 793]