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Artikel „Adelung, Friedrich Georg“ von August Leskien in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 1 (1875), S. 80, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Adelung,_Friedrich_Georg&oldid=- (Version vom 17. November 2019, 05:24 Uhr UTC)
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Band 1 (1875), S. 80 (Quelle).
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Adelung: Friedrich v. A., Neffe (nicht Sohn) von Joh. Chr. Adelung, Linguist, geb. in Stettin 25. Febr. 1768, † 30. Jan. 1843. Er studirte in Leipzig von 1787–90 und machte dann als Begleiter des Grafen v. Brown eine längere Reise durch Mittel- und Süd-Europa. Seine Studien auf der Vaticana führten ihn zu seinem ersten Werke: „Nachrichten von altdeutschen Gedichten, welche aus der Heidelberger in die Vaticanische Bibliothek gekommen sind“, Königsberg 1796. Ein zweiter Theil erschien ebenda 1799 unter dem Titel: „Altdeutsche Gedichte in Rom oder fortgesetzte Nachrichten von Heidelbergischen Handschriften in der vatikanischen Bibliothek“. 1793 ging A. nach Riga, später nach Petersburg, wo er 1803 Lehrer der Großfürsten Nicolaus und Michael, der Brüder Alexanders I., ward, dann in den Staatsdienst übertrat und von 1824 bis zu seinem Tode Director des mit dem Ministerium des Auswärtigen verbundenen orientalischen Institutes war (s. Augsb. Allgem. Zeit. 1843, Nr. 117, Beil.). Daß er als Präsident der Petersburger Akad. d. Wissenschaften gestorben sei, ist eine irrige Angabe. Adelung’s große schriftstellerische Thätigkeit (vgl. Meusel, G. T.; N. Nekrol. 1843) bewegt sich in zwei verschiedenen Richtungen. Durch die Schriften „Rapports entre la langue Sanscrit et la langue Russe“, 1811; „Nachträge zu dem ersten Theile des Mithridates“ (Mithridates IV); „Katharinens der Großen Verdienste um die vergleichende Sprachenkunde“, 1816; „Uebersicht aller bekannten Sprachen und ihrer Dialekte“, 1820; „Versuch einer Litteratur der Sanskrit-Sprache“, 1830, gehört er zu den Förderern der gegen Ende des vorigen Jahrhunderts kräftiger aufkeimenden allgemeinen und vergleichenden Sprachwissenschaft, jedoch ohne in der Methode über seine Vorgänger hinauszukommen. Namentlich aber machte sich A. verdient durch eine Reihe von Werken über Rußland, unter denen die wichtigeren sind: „Augustin Frhr. v. Meyenberg und seine Reise nach Rußland“ (1661 und 62), 1827, und die erst nach seinem Tode (1846) erschienene „Kritisch-litterär. Uebersicht der Reisenden in Rußland bis 1700, deren Berichte bekannt sind.“ 2 Bde. (Mit Portrait.)