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Titel: „Die Hundswuth keine Fabel“
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aus: Die Gartenlaube
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1865
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[288] „Die Hundswuth keine Fabel“ schreibt Professor Falke in Jena an die Redaction der Gartenlaube und wünscht dabei, daß man ihn ja nicht zu denen rechnen möge, die das specifische Hundswuthgift und die Hundswuth als besondere Krankheitsform leugnen. Auch erklärt derselbe, daß er jene zwölf von einem tollen Hunde gebissenen Schweine nicht selbst beobachtet, sondern daß er dieses Factum als von einem Thierarzte mitgetheilt in einem Jahresberichte nur erwähnt habe und also für die Wahrheit desselben nicht bürgen könne. – Die Erfahrungen des Herrn Professor Falke und alle in den verschiedenen Thierarzneischulen (besonders in Berlin) gemachten Beobachtungen, sowie die Einimpfungen von Speichel toller Hunde auf gesunde Hunde beweisen allerdings, daß die Hundswuth, unter den Hunden wirklich besteht und daß sie sich auch von wuthkranken Hunden auf gesunde Hunde überträgt, allein dadurch wird noch lange nicht bewiesen, was der k. k. Primärarzt Herr Dr. Lorinser in Wien widerlegte, daß die Wuthkrankheit auch beim Menschen als eine specifische, durch den Biß eines tollen Hundes erzeugte Krankheit existirt.