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Zweiter Bericht über die Tätigkeit des folkloristischen Forscherbundes „FF“

Textdaten
Autor: Kaarle Krohn
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Titel: Zweiter Bericht über die Tätigkeit des folkloristischen Forscherbundes „FF“
Untertitel:
aus: Folklore Fellows’ Communications No. 7
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1911
Verlag: Suomalaisen Tiedeakatemian Toimituksia
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Erscheinungsort: Helsinki
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Michigan-USA*, Commons
Kurzbeschreibung:
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[1]
FF COMMUNICATIONS No. 7.


Zweiter bericht
über die tätigkeit
des folkloristischen forscherbundes „FF“.


Anstatt eines ausführlichen berichtes, welcher wegen noch unvollendeter verhandlungen des ausschusses später erscheinen wird, sind diese mitteilungen dem zweiten bande beigefügt worden.

Ausser den im ersten berichte erwähnten lokalvereinen in Kopenhagen und Helsingfors sind folgende registriert worden:

3. Berlin, Preussen.

Adresse: Prof. dr. Johannes Bolte, Elisabethufer 37 I, Berlin, S. O.

Johannes Balte, dr., gymnas.-professor.

Max Roediger, dr., geh. regierungsrat, univers.-professor für deutsche philologie.

August von Löwis of Menar, dr.

S. Singer, dr., professor für alte deutsche litteratur an der universität zu Bern.

4. Dresden und Leipzig, Sachsen.

Adresse: Prof. dr. E. Mogk, Grimmaische str. 32. Verein für sächsische volkskunde, Dresden.

5. Prag, Böhmen (deutscher lokalverein).

Adresse: Prof. dr. Ad. Hauffen, Prag, Smichow 250. Ausschuss für deutsch-böhmische volkskunde im rahmen der Gesellschaft zur förderung deutscher wissenschaft, kunst und literatur in Böhmen.

[2] 6. Lemberg, Galizien und Czernovitz, Bukowina.

Adressen: Dr. Volodymyr Hnatjuk, Supinškyjgasse 17, Lemberg, Galizien, und

Dr. Zeno Kusela, Universitätsbibliothek[WS 1], Czernowitz, Bukowina.

Ethnographische kommission der Ševčenko-Gesellschaft der Wissenschaften.

7. Reykjavik, Island.

Adresse: Forneskju-Félag, Landsbókasafn Islands, Reykjavik.

Praeses: Pálmi Pálsson, oberlehrer, sekretär der isländischen archäologischen gesellschaft.

Björn Bjarnason, dr., sekretär der isländischen litteraturgesellschaft.

Jón Jakobsson, landesbibliothekar.

Jóhann Kristjánsson.

Mattias Thórdharson, direktor des museums der altertümer.

8. Prag, Böhmen, (tschechischer lokalverein).

Adresse: vorläufig werden nachfragen von jedem der mitglieder in seinem spezialfache beantwortet.

Jiři Horák, gymnas. professor (Prag, Kgl. Weinberge, Korunní 31): slavische volkslieder in textueller hinsicht.

Jan Krejči, dr., gymnas.-professor und tit. a. o. univ.-professor für deutsche litteraturgeschichte (Prag, Kgl. Weinberge, Purkyňovo nám. 1195): deutsche volkskunde und slavische volkspoesie.

Jan Máchal, dr., univ.-professor für slavische litteraturgeschichte (Prag II, Podskalská 1971): slavische mythologie und slavische epik.

Zdeněk Nejedlý, dr., a. o. univ.-professor für musikwissenschaft (Prag, Smichov, Ferdinand, sady 2): das religiöse lied und alte böhmische melodien und musik.

G. (Jiří) Polívka, dr., univ.-professor für slavische philologie (Prag, Kgl. Weinberge, Hálk. 49): slavische märchenkunde.

[3] Václav Tille, dr., univ.-professor für vergleichende litaturgeschichte (Prag II, Vojtěšská 5): vergleichende märchenkunde und tschechoslavische märchen.

Otakar Zich, dr., gymnas.-professor und dozent an der universität für allgemeine ästhetik (Prag, Kgl. Weinberge, Korunni 51): tschechoslavische volksmelodien und musik.

9. Budapest, Ungarn.

Adresse: dr. Aladár Bán, Budapest, VIII, Koszorúutca 25.

Sekretär: Bán Aladár, dr., sekretär der ungarischen ethnographischen gesellschaft (finnisch-ugrische litteratur und volkskunde).

Praeses: Sebestyén Gyula, dr., vizepraeses der ungarischen ethnographischen gesellschaft, direktor-kustos des ungarischen nationalmuseums, akademiker (ungarische volkskunde).

Vizepraeses: Gombocz Zoltán, dr., dozent für phonetik und finnisch-ugrische grammatik, akademiker.

Balassa József, dr., gymnasiallehrer (sprachforscher).

Beke Ödön, dr., gymnasiallehrer (sprachforscher).

Berze Nagy János, dr., schulinspektor (ungarische volkskunde).

Binder Jenő, dr., gymnasiallehrer (märchen).

Erdélyi Lajos, dr., dozent für ungarische sprache.

Ernyey József, ethnograf am nationalmuseum (ungarische und slavische volkskunde).

Fuchs Dávid Ráfael, dr., gymnasiallehrer (sprachforscher).

Gálos Rezső, dr., lehrer an der handelschule (märchen).

Heller Bernát, dr., gymnasiallehrer (märchen).

Horger Antal, dr., lehrer an der Elisabet-töchterschule (sprachforscher).

Jellinek Morton, student (volkskunde).

Karl Lajos, dr., gymnasiallehrer (märchen).

Kertész Manó, dr., mittelschullehrer (sprachforscher).

[4] Kunos Ignác, dr., dozent für türkische sprache und litteratur, akademiker.

Mészáros Gyula, dr., ethnograph am nationalmuseum (volkskunde).

Munkácsi Bernát, dr., schulinspektor, akademiker (finnisch-ugrische sprachwissenschaft und volkskunde).

Német Gyula, dr., lehrer (sprachforscher).

Roheim Géza, dr. (märchen).

Rubinyi Mózes, dr., mittelschullehrer (sprachforscher).

Schmidt József, dr., a. o. professor für vergleichende indogermanische sprachwissenschaft, akademiker.

Simonyi Zsigmond, dr., professor für ungarische sprache, akademiker.

Solymossy Sándor, dr., obersekretär der ungarischen ethnographischen gesellschaft (allgemeine volkskunde).

Tolnai Vilmos, dr., lehrer an der Elisabet-töchterschule, akademiker (sprachforscher).


Um öfter vorkommenden missverständnissen vorzubeugen, möge daran erinnert werden, dass die lokalvereine zu keinen gemeinsamen kosten des bundes verpflichtet sind und überhaupt bloss folgende Verpflichtungen haben:

1) die bestellungen ihrer mitglieder, welche die FFC oder andere publikationen zu ermässigtem preise wünschen, zu vermitteln;

2) die bestellungen von folkloristischem materiale für ihre mitglieder zu vermitteln;

3) die anfragen anderer lokalvereine zu beantworten und zugängliches material gegen eine gebührende entschädigung der angewandten arbeitzeit zu verschaffen.


Von den für die folgenden nummern der FFC versprochenen arbeiten mögen folgende erwähnt werden:

Ein variantenverzeichnis der deutschen märchen, von prof. dr. Johannes Bolte.

[5] Ein variantenverzeichnis der dänischen märchen, unter der leitung des prof. Axel Olrik.

Ein variantenverzeichnis[WS 2] der schwedischen märchen von dr. C. W. von Sydow.

Ein verzeichnis der finnischen Ursprungssagen und ihrer varianten, von dr. Antti Aarne.

Ein variantenverzeichnis der finnischen deutungen von tierstimmen und anderen naturlauten, von dr. Antti Aarne.

Ein verzeichnis der estnischen märchenvarianten (c. 10,000) in den sammlungen des verstorbenen dr. J. Hurt, von dr. Antti Aarne.

Ein variantenverzeichnis der estnischen märchen in seinen grossen sammlungen, von pastor M. I. Eisen.

Ein variantenverzeichnis der ungarischen märchen, von dr. N. J. Berze.

Ein variantenverzeichnis der tschechischen märchen, von prof. dr. V. Tille.

Ein variantenverzeichnis der kaukasischen märchen, von dr. August von Löwis.

Ein variantenverzeichnis der lettischen märchen, von dr. P. Schmidt, professor in Wladiwostock.

Ein variantenverzeichnis der litauischen märchen, von stud. Juszas Balčikonis.

Eine ausführliche beschreibung und ein vollständiges variantenverzeichnis aller gedruckten und handschriftlichen litauischen volkslieder, von dr. A. R. Niemi.

Ein verzeichnis der themata und varianten der west-finnischen zauberlieder, von dr. F. A. Hästesko.

Ein sachregister zu den finnischen sammlungen von abergläubischen gebräuchen, von dr. V. J. Mansikka.

Ein handbuch für märchenforscher, von dr. Antti Aarne.

Da es im interesse aller märchenforscher liegt, dass die variantenverzeichnisse aus den verschiedenen ländern in möglichst kurzer zeit erscheinen, wird an alle folkloristen, welche die wichtigkeit dieser internationalen arbeit einsehen, [6] die bitte gerichtet diese mit rat und tat zu unterstützen. Wer willig ist, die märchenvarianten eines volkes oder auch einen teil derselben nach dr. Antti Aarnes typenverzeichnis zu katalogisieren, kann sich bei einem der redakteure der FFC melden. Will jemand mit einer pekuniären unterstützung die katalogisierungsarbeit auf einem bestimmten gebiete befördern, wie einige gesellschaften und private personen bereits getan haben, so sind die redakteure gerne bereit geeignete arbeiter mit hülfe der lokalvereine zu verschaffen.

Im auftrage des redaktionsausschusses     
Kaarle Krohn.     

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Universitätsbibliotek
  2. Vorlage: variantenverzeihnis