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Textdaten
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Autor: Richard Zoozmann
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Titel: Weihnachts-Wünsche
Untertitel:
aus: Die zehnte Muse. Dichtungen vom Brettl und fürs Brettl. S. 335
Herausgeber: Maximilian Bern
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1904
Verlag: Otto Eisner
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Erscheinungsort: Berlin
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Quelle: Commons = Google-USA*
Kurzbeschreibung:
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Die zehnte Muse (Maximilian Bern).djvu
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[335]

Weihnachts-Wünsche.

Nun haben ihre Wünsche die lieben
Kinder wieder aufgeschrieben.
Die Aelteste möcht eine Puppenstube,
Pferd und Wagen erhofft sich der Bube,

5
Die Jüngste wünscht – sie ist noch so klein –

Kinkerlitzchen und Schnurrpfeiferei’n;
Sie wollen tausend bunte Sachen,
Die Kindern Spass und Freude machen.

Der Vater liest mit lächelndem Bangen

10
Die Zettel der drei, die unheimlich langen,

Und spricht: »Schier müsst ich ein Rothschild sein,
Wollt alles ich erfüllen euch drei’n!
Vorerst, wenn ich mir’s recht bedenke,
Möcht ich auch etwas zum Geschenke;

15
Ich möchte gern vom Jesusknaben

Zu Weihnacht – drei artige Kinder haben!«

Der Bube senkt den Kopf auf die Brust,
Auch die Aelteste fühlt sich getroffen vom Spotte –
Doch hocherfreut ruft die kleine Lotte:

20
»Ach ja! Dann sind wir sechse just!«


Richard Zoozmann.