Vaterlands Frühling

Textdaten
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Autor: Hermann Allmers
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Titel: Vaterlands Frühling
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aus: Die Gartenlaube, Heft 14, S. 231
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1871
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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 Vaterlands Frühling.

Nun sollt’ ich wieder heben an und singen
Von vielen hohen, schönen und lieben Dingen,
Das sollt’ euch baß erfreuen im Gemüthe,
Von warmem, goldnen Frühlingssonnenscheine,

5
Von Himmelsbläue still und klar und reine,

Von grüner Dämmernacht im tiefen Walde,
Von bunter Blumenpracht auf hoher Halde,
Von Gottes Güte.

Doch einen andern Frühling laßt mich preisen

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Mit meinen Liedern und mit meinen Weisen,

Der Frühling ist’s vom deutschen Vaterlande.
Nun steht es da so fest, so groß, so mächtig;
Nun steht es da so stolz, so siegesprächtig,
Wie einst in seinen thatenvollsten Tagen,

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Davon wir heute noch singen und noch sagen –

Aus ist die Schande!

Sein neuer Ruhm ist durch die Welt geklungen,
Von neuem Leben ist sein Volk durchdrungen;
Hoch fliegt sein Aar mit mächt’gem Flügelschlagen.

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O brächte dieses hehren Frühlings Sonne

Dir nun auch ganz und voll der Freiheit Wonne! –
Du deutsches Land, wem hast du dann zu weichen?
Du deutsches Volk, wo haft du Deinesgleichen?
So thät’ ich fragen. –

 Hermann Allmers.