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Topographia Germaniae
Castel (heute: Castell)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1648, S. 33.
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Castel.

Auff dem Berge / ein / wie man sagt / in dem Bauren Krieg zerstörtes Schloß; sonsten aber der Herren Graven von Castell Stamm-Hause / und darunter das Dorf gleiches Namens / von welchem dem Brandeburg ein guter Theil / der ander aber den Hoch-wolgedachten Herrn Graven von Castel / so Stände deß Reichs / zustehet. Es hat in solchem Dorff ein gut Wildbad / dessen Tugenden kurtz vom D. Johan. Posthio beschrieben werden; wir in der Cista Medica Hornungii, ep. 190. p. 367. zu sehen. So hat es auch allhie / wie Herr Limnaeus tom. 4. de J. publ. pag. 815. berichtet / einen Baurn-Hof / so der Kelter-Hof genennet wird / darinnen eine Freyung ist / dergestalt / ob sich begibt / daß einer einen erwurget / oder andere böse Stück verübet / es seye auff was Herrschafft Güter es wolle / und in diesen Hof kommetn / so hat er allwege 3. Tag Freyung / und nach Endung solcher drey Tag / mag er 3. Schritt auß dem Hof thun / und wieder hinter sich gehen / alsdann er abermal 3. Tag Freyung / und also fortan. Es ist der Herren Graven von Castell Monatlich einfacher Reichs-Anschlag 1. zu Roß / und 4. zu Fuß / oder an Geld / 28. fl. und zum Cammergericht jährlich ordinariè 7. fl. cum augmento aber 11. fl. 42. kr. 5. heller / wie ich gefunden / den Thaler zu 69. kr. gerechnet.