Topographia Franconiae: Artzberg

Topographia Germaniae
Artzberg (heute: Arzberg (Oberfranken))
<<<Vorheriger
Arnstein
Nächster>>>
Aub
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1648, S. 21–22.
Wikisource-logo.png [[| in Wikisource]]
Wikipedia-logo.png Arzberg (Oberfranken) in der Wikipedia
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du unter Hilfe
Link zur Indexseite


[21]
Artzberg / Artzburg.

Ein Marg-Gräfflicher Culmbachischer Marckt an der Rosla / oder Reslau / nahend Mitterteich und Wald-Sassen gelegen. Bruschius, in Beschreibung deß Fichtelbergs / nennet diesen Ort bißweilen Artzberg / bißweilen Artzburg / und sagt / daß da herumb eine sehr veste und mit einer hohen starcken Mauer bewahrten Kirch heutiges Tags noch befunden und gesehen werde. Es empfahe auch allda die Reßlau zween schöne Bäch / die Feustrich und Littersbach. Die Feistrich / komme von Thiersheim / einem Marckgräflichen Marckt herab. An einem Ort schreibt er / es lige Artzburg 2. Meilen von Eger / 2. von Wunsiedel / und 2. von der Weissenstadt. Anno 1504. haben die Bürger allhie sich auß der besagten Kirch und [22] ob dem Kirch-Hoff / wider die Römer / so Pfaltz-Graff Ruprechten zu Hülffe kommen / und diesen Ort mit einem grossen Heer beglagert / tapffer gewehret / daß die Römer mit Schanden abziehen müssen. Anno 1637. seynd die Schwedische den Käyserlichen allhie eingefallen.