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Topographia Germaniae
Rive
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Roche-fort
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 278–279.
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[278] Rive, Riva, Riparia, ein Stättlein nahend Nozereth / wie Gilbertus Cognatus, von hinnen bürtig / pag. 56. bezeuget / so daher diesen Nahmen bekommen / dieweil es beym Gestade / oder Ripa, eines mit grossen Hechten / und andern Fischen / gar vollen Sees gelegen / und ein Bach / auff der andern Seiten / auß solchem See herauß gehet / so umb dieses Stättlein rinnet. Hat einen sehr fruchtbarn Acker / und viel Flecken herumb / in welcher Gegend [279] ein anderer See unter der Erden ist / damit die Namur wunderlich spielet / in dem / über dem Wasser / ein Letten entstehet / der so hart wird / daß man zu Fuß darauff gehen kan. Aber zu Pferd und zu Wagen / ist die Rayse darüber nicht sicherlich zu wagen. Wann trübes / und Regenwetter ist / so kompt er nicht herfür; aber wann es sich außheitern will / so entstehet er auß den Löchern / wird bald groß / und befeuchtet die gantze Ebne herumb. Es ist auch noch ein anderer fischreicher See / zwischen den beeden gedachten Orten / Nosereth und Rive / der alle sieben Jahr etliche Wochen sich verlieret / und verbirget / und alsdann wieder herfür kompt / wie hievon nicht allein gedachter Autor in Burgundiae superior. descript. d. pag. 56. & seqq. sondern auch Paulus Merula part. 2. Cosmogr. lib. 3. cap. 47. fol. 497. D. Thomas Lansius in Consultat. Orat. pro Gallia, p. 187. der dritten edition, und der Atlas Mercat. in descript. Burgund. hievon zu lesen.