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Topographia Circuli Burgundici: Purmerende

Topographia Germaniae
Purmerende (heute: Purmerend)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 149.
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[149] Purmerende / Purmerenda, am Ende deß Flusses oder See Purmerae, davon auch der Nahme kommen / und ein gut meil von Monikedam / bey dem fruchtbaren Feld de Beemster, gelegen / welches 7. Frantzösischer Meilen lang / und vorhin eytel Wasser gewesen ist. Hat unterschiedliche Herren gehabt / biß solches Stättlein / durch Kauff / an das Geschlecht von Egmont gelangt / bey deme es biß auffs Jahr 1590. geblieben / in welchem dieser Orth von den Holländischen Ständen erkaufft / und ihren Herrschafften beygethan / nach dem es umbs Jahr Christi 1573. mitten in den Kriegsempörungen gegen Spanien / mit einem Wall verwahret worden / der sonsten vorhin nur ein offener Fleck / sampt einem feinen Schloß gewesen. Ist der Zeit wol und schön erbauet / und vorzeiten / wegen deß Aalfangs / sonderlich berühmt gewesen. Siehe Zuerium in Holland. Theatro p. 381. und C. Ens in delic. apodem. p. 184. seqq. daselbst auch ein Geschicht erzehlet wird / von einem Meerwunder / in Weibsgestalt / so in besagtem See Purmera, oder Purmero, umbs Jahr 1403. gefangen / nach Edam / und ferners gen Harlem gebracht worden / daselbsten es etlich Jahr gelebt / gestorben / und endlich begraben worden.