Topographia Circuli Burgundici: Huesden

Topographia Germaniae
Huesden (heute: Heusden)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 140–141.
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[140] Huesden[WS 1] / Hoesden / Heusda, Huesdenum, ein schöne / wolerbaute / von Natur / und Menschen-Händen veste / und in Holland zwo Meilen vonWorkum gelegene Stadt / sampt vielen Dörffern / und einer grossen Landschafft. Theils wollen / daß solche Stadt noch auff dem Brabantischen Boden lige; Aber Andere referirens zu Holland. Marcus Zuerius Boxhornius schreibet in seinem Theatro Hollandiae pag. 313. seqq. daß Graff Robert von Teysterband / deß von Cleven junger Sohn / die Graffschafft Teysterband / (darinnen diß Hoeßden / Item Bommelreweert / Tyebreweert / und die Gebiet von Arckel / Haltena / Vianen / Culenburch / und Büren / biß zu der alten Maase / vor Jahren gelegen gewesen / und darzu gehört) auß der Hand seines Bruders Ludwigen (von Cleve) zu Lehen / und der Graff von Cleve solch Land auch zu Lehen von dem Bischoff zu Utrecht empfangen. Dieses Roberti ander Sohn / auch dieses Namens / habe die Herrschafft Hoesden / oder Heusden / mit vielen Dörffern gehabt / so zu einer special Herrschafft gemacht worden; und hätten solches Heusden dieses Roberti Heusdani Nachkommen / biß auff Joannem den neunten / Herren zu Heusden / der Anno 1334. ohne Kinder gestorben / besessen / der diese Herrschafft Hertzog Hansen von Brabant (der allhie Anno 1340. das ansehnliche Schloß / mit einem sehr schönen und vesten Thurn hernach hat erbauen lassen) verkaufft: daher dann Krieg zwischen Brabant / und deß von Heußden einiger Schwester / der Sophiae / Gemahl / dem Graffen von Saffenburg / entstanden / der deßwegen diß Heußden Graff Wilhelm dem Gütigen in Holland / verkaufft / welcher Krieg aber / durch Unterhandlung deß Königs in Franckreich / also auffgehebt worden / daß deß Hertzogen von Brabant Tochter Joanna / deß Graff Wilhelms in Holland Sohn / Wilhelmen von Oostervand heurathen; zuvor aber der auß Brabant all sein Recht / und Gerechtigkeit über Heußden ihme Wilhelmo renunciren solte. Und auff diese Weise seye Hoeßden an Holland kommen. Es ist Hoeßden zum außstreiffen in das Hertzogthumb Brabant sehr bequem / daher allda jederzeit ein starcke Staatische Reuterey ligen thut. So ist das Hauß Hemert / auff dem Hemerter Weert / so nicht fern davon gelegen / gleichfalls ein gute Vestung; wie Hagelganß pag. 87. schreibet. Famianus Strada meldet / dec. 2. lib. 10. de Bello Belgico, pag. 727. daß der Graff

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Huesden

[141] von Mansfeld Anno 1598. diese Stadt Heußden / von fernen / wiewol vergebens / zu belagern angefangen / und die nechstgelegene Schlösser Herptam, und Haemertium, eingenommen / in die Insel Bommel kommen / Brachel und Rossem erobert / und ein Lager beym Schloß Hedela, nahend der Maas / und gegen Crevecoeur über / geschlagen / und dasselbe / ob es wol von Natur / und den Wercken vest / erobert habe. Die Besatzung von 500. Köpffen / so außgezogen / wären biß ungefehr auff 30. und den Spaniern / alle niedergemacht worden.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Huesdeu