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Topographia Germaniae
Hanaut (heute: Hannut)
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Helmont
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 54–55.
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[54] Hanaut / Hanuye / Hanutum, ligt von Judoigne 2. sehr grosse Meilen / ein sehr alte Brabantische Statt / darumb es ein lustige und fruchtbare Gegend hat. Divaeus sagt / daß mann Gallicam Brabantiam, darinn dises Hanut liget / auch Romanduam nenne. Und im 10. Cap. deß 1. Buch schreibet er / daß das Haspengäw / [55] oder Hasbanium, der alten Hertzogen in Westerreich / Carolomanni, Pipini etc. Erbgut gewesen: hernach seye der Theil davon / darin Thienen / oder Tillemont / Soutleuue, Landen / und Hannut / ligen / mit Brabant angehenckt worden. Gramaye in Gallo-Brabantia, ad limitem Eburonicum berichtet p. 17. seqq. daß dieser Ort vorzeiten in Haspengöw / hernach in Lothringen / und jetzt in Welsch-Flandern an den Grentzen der Graffschafft Namur / und Loos / und dem Lüttichischen Gebiet gelegen / Dabor seye genant worden. Habe heutigs Tags einen kleinen Begriff / und nur 3. Thor; aber eine Graffschafft / und Landvogtey / und seye / ausser dem / was diese Statt sonsten durch Krieg offtmals erlitten / sie zur Zeit / als / durch Hülff deß Königs in Böheimb / alle benachbarte Fürsten wider Brabant sich zusammen rottirt / gantz und gar verbrant worden.