Topographia Braunschweig Lüneburg: Wirtingen

Topographia Germaniae
Wirtingen (heute: Wittingen)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 206–207.
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[206]
Wirtingen.

Ein Stättlein im Fürstlichen Lüneburgischen Ampt Knesebeck belegen. Soll (wie berichtet wird / auch Christianus Bartoldi von Brandenburg in seiner Keysers Chronicken gedencket) im Jahr 807. von Widekindo dem Jüngern gebawet / vnd hernach von den einwohnenden Bürgern vnd Leuten gebessert worden seyn. Liget fast in ebenem Felde / nahe an der Marck Brandenburgischen Grentze / dahin es auch vor Zeiten gehöret / vnd seyn drey Adeliche Sitze / denen von Knesebeck zuständig / darin.

Anno 1350. haben / vermöge eines im Fürstlichen archivo zu Zell befindlichen Briefes / Ludwig vnd Ludwig der Römer / Marckgrafen zu Brandenburg / Pfaltzgrafen bey Rhein / vnd Hertzogen in Beyern / den Eigenthumb vnd die Lehenwahr über das Weichbilde zu Wirtingen / mit allen seinen Zubehörungen / Geistlich vnd Weltlich / ihren Oheimen / Hertzog Otten vnd Hertzog Wilhelmen zu Braunschweig vnd Lüneburg / gegeben vnd überlassen.

Bey gewehrtem Kriegeswesen ist dieses [207] Stättlein zu zweyen mahlen / nemblich Anno 1639. vnd 1642. in den Brand gerahten / vnd das erste mahl vier vnd viertzig / das andere mahl neun Häuser in die Asche gelegt / welche aber nunmehr zimlich wiederumb in den Stand gebracht.

[T119]
Witting (Merian).jpg