Topographia Braunschweig Lüneburg: Calenberg

Topographia Germaniae
Calenberg (heute: Burg Calenberg)
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Calvörde
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 65.
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Calenberg (Merian).jpg
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Calenberg.

Dieses ist ein vhraltes Fürstlich Braunschweig-Lüneburgisch herrliches / vnd vnter allen / deß Fürstenthumbs Calenberg das vornehmste Ampthauß / ligt vnfern von der Leina / zwischen den beeden Stätten / Hannover vnd Hildesheimb / von jener gegen Norden zwo; von dieser aber eine Meile / gegen Mittag / Vnd weiln die Herren Hertzogen zu Braunschweig Lüneburg / Calenbergischen theils / vor Jahren / vff diesem Hause mehrentheils Ihre Fürstl. Residentze vnd Hoff gehalten / Dahero die Fürstl. Calenbergische Linie / so vff Reichs- vnd anderen Tägen / mit vnd neben den Fürsten deß Heil. Röm. Reichs / Sessionem et Votum hat / vnd führet / ihren Nahmen erlanget. Die Felder daherumb / seynd an Acker vnd Wiesen sehr fruchtbar / mangelt ihm auch sonst an Fischerey vnd Geholtzung gar nichts.

Vnd ob zwar in dem nechstverwichenen Teutschen Krieg / diese Residentz in frembde Gewalt gerahten / ist Sie jedoch von weyland Herrn Friederich Vlrichen / Hertzogen zu Braunschweig vnd Lüneburg / etc. in anno 1633. durch dero domahls bestellten General Majeur, Herrn Tilo Albrechten von Vßler / durch eine Belägerung liberiret / vnd in Fürstliche Braunschweig-Lüneburgische Landesfürstliche Hochheit wieder gebracht / dabey Sie auch biß diese Stunde verblieben. Vnd ist von dem jetzt regierenden Landesfürsten / Herrn Georg Wilhelm / Hertzogen zu Braunschweig Lüneburg / etc. die Anstalt gemachet / daß innerhalb kurtzer Zeit dieselbige stattlich verbessert werden wird.