Topographia Braunschweig Lüneburg: Burßfelda

Topographia Germaniae
Burßfelda (heute: Kloster Bursfelde)
<<<Vorheriger
Burgtorff
Nächster>>>
Bütling
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 64.
Wikisource-logo.png [[| in Wikisource]]
Wikipedia-logo.png Kloster Bursfelde in der Wikipedia
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du unter Hilfe
Link zur Indexseite


[T15]
Burßfeld (Merian).jpg
[64]
Burßfelda.

Ist ein berühmtes / im Fürstenthumb Calenberg gelegenes Closter; in anno 1093. von Graff Henrich dem Feisten / Hertzog Otten zu Beyern / vnd Graffen zu Northeimb Sohn / benebenst seiner Gemahlin Gertruden / Marggraffen Egberten / Hertzogen zu Sachsen vnd Braunschweig Tochter / zu nechst an der Ostseiten der Weser / vnter dem alten Schloß Bramburg / zwo Meile vnter Münden / an einem fast lustigen Ort / gestifftet vnd erbawet / Deß Herrn fundatoris Cörper / nach dem er von den Friesen erschlagen / ist Anno 1101. den 10. Aprilis, daselbst im Closter begraben. Vff dem Grabstein findet man diese Wort: Anno 1101. [65] Idus Aprilis sepultus hîc generosus Comes, filius Ottonis Ducis, fundator hujus Coenobii.

Absonderlich ist es nicht vnbekant / von der daselbst vffgerichteten Union Bursfeldensi, so in anno 1429. durch die domahlige reformatores Johannem de Rode M. et Abbatem S. Matthiae apud Treverim angestellet / vnd an die 75. Clöster in solche Union gezogen worden / wie davon beym Trithemio in Chronico Sponheimensi pag. 350. mit mehrem zu vernehmen.