Topographia Bohemiae, Moraviae et Silesiae: Selowitz

Topographia Germaniae
Selowitz (heute: Židlochovice)
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Schauenberg
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1650, S. 108.
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Selowitz.

Von den Böhmen Zidlochowitz genant / ist ein Städtlein / zwischen Brinn und Niklspurg gelegen / so ein ziemlich grosses / auß der Schwarta / Zwitta und andern / gesamletes Wasser hat / welches hernach in die Teya lauffet. Es hat um dieses Städtlein einen feinen Weinwachs. In Tomo V. Theatri Europaei stehet fol. 218. b. daß Anno 1643. die Käiserlichen allhie ihren Zug über die Schwartze / (Schwarta) genommen / da sie dann leichtlich Brinn zu Hülff kommen können; welches den Schweden unmöglich war zu wehren. Nicht weit von Selowitz ligt der grosse Fleck Nemčzitz / oder Nimpschitz / da es / vor dem jüngsten Böhmischen Krieg / eine grosse Anzahl Wiedertäuffer geben hat.