Topographia Bohemiae, Moraviae et Silesiae: Polna (Böhmen)

Topographia Germaniae
Polna (Böhmen) (heute: Polná)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1650, S. 54–55.
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[54]
Polna.

Diese Stadt gleich an den Böhm- und Mährischen Gräntzen / nahend dem Ursprung der Sazawa gelegen / rechnet Hagegk noch zu Böheim. Die Authores deß sechsten Theils deß Georgen Brauns Städtbuchs melden / daß das Schloß noch in Böheim / die Stadt aber allbereit in Mähren lige: seyen beyde ansehnlich erbauet; und gebe es / wann man nach Prag räise / etliche Weyer / darinn ein reiche

[T14]
Polna (Merian).jpg

[55] Menge Fisch zu finden. Der Acker trage Früchte / seye gut zur Viehweide / benebens auch zur Jagd und dem Vogelfang. In der Stadt seyn zu sehen die Pfarrkirch und das Rathhauß: zwischen dem Schloß und der Stadt hat es einen Teich. Weiln aber es noch streitig / ob Polna die Stadt zu Böheim oder Mähren gehörig / so wird daher dieser Ort nicht in die Mitte deß Blats / wie andere Städte / gesetzet; wiewol J. A. Comenius, in dem Abriß deß Marggrafthums Mähren / die Stadt Polna / auch in solches Land bringet; aber das gegen über gelegene Schloß zu Böheim referirt.