Topographia Bavariae: Haidegk

Topographia Germaniae
Haidegk (heute: Heideck)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main Merian 1644, S. 32–33.
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Haidegk.

Nahend an dem Fluß Rednitz / vnd Pleinfeld / am Nordgaw; davon vor der Zeit sich eygene Herren geschrieben / so nun abgestorben; vnd ist vor längsten solche Statt vnd Herrschafft Haidegk an Bäyern / vnnd folgends an Pfaltz Newburg kommen. An. 1542. wie wir in einer geschriebnen Verzeichnuß funden / haben die von Nürenberg vom Pfaltzgraff Ott Heinrichen die Statt Heideck / sampt dem Schloß / wie auch den Stein (oder Hilpoltstein) Statt vnd Schloß / vnd dem Marckt Allersberg / vnd also 3. Aempter / beneben den Wälden / vnd allen andern Zugehörungen / vmb 156000. Lorentzer Gülden / mit dem Geding gekaufft / daß gemelter Hertzog Ott Heinrich vnnd seine Erben solche Stück innerhalb 36. Jahren widerumb lösen möchten: Wo sie aber in diesen Jahren nicht gelöset würden / so solte es denen von Nürenberg ein ewiger Kauff seyn; vnd vnter diser Zeit solten es die von Nürenberg nutzen / niessen vnd gebrauchen / in aller massen / als der Verkauffer; aber vnter diser Zeit solten die von Nürenberg vber 6000. Gülden darinnen nicht verbawen. Vnd ist dises zugangen / mit Einwilligung Käysers Caroli V. vnd Ferdinandi I. Römischen Königs. Hernach als die bestimpte 36. Jahr zu Ende lauffen wolten / hat Pfaltzgraff Philips Ludwig zu Newburg / von dem mit seiner Gemahlin / einer Hertzogin von Gülch / bekommenem Heurathgut Anno 1578. solche drey [33] Aempter wieder gelößt / von welcher Zeit an sie bey Newburg blieben seynd. Hat / vor kurtzer Zeit / H. Pfaltzgraff Johann Friederichen / der Newburgischen Lini / gehört; nach dessen Absterben / zwar die hinderlassene Fr. Wittib / eine geborne Landgräfin auß Hessen / Darmbstatt / allhie ihren WittibSitz hätte anstellen mögen; verbliebe aber / auß Vergünstigung ihres Herrn Schwagern / H. Pfaltzgrafen Wolffgang Wilhelms etc. noch ferners zu Hilpoltstein; nach deren Todtfall aber / dieses Haideck wider Pfaltz Newburgisch / wie ich berichtet worden / werden solte; gleich wie auch das hernach folgende / vnd vorgedachte Hilpoltstein damaln allbereit gewesen; weilen hochgedachter H. Pfaltzgraff Johann Friederich keine LeibsErben hinderlassen. Es ist zwar in der An. 1649. zu Nürnberg / bey den Friedens-Executions-Tractaten / vbergebnen Verzeichnuß der noch nicht restituirten Orth / einkommen / daß in denen 3. Aembtern / Hilpoltstein / Heydeck / vnnd Allersberg / vermengte Vnderthanen vnderschiedlicher Herrschafften seyen. S. Hiltpoltstein.