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Hier war die Ursache von der Einsendung der ganzen Diensterträge nicht angegeben. Das Consistorium aber nennt sie unpräjudicirlich und redet von einer darunter hegenden guten Intention und scheinet also beyde gekannt zu haben. Die Absicht war, wie der Erfolg im Jahr 1756 lehrte, die Veräusserung der geistlichen Güter, welche große Bewegungen verursachte.

Ausserdem sollen (nach der Versicherung meines Freundes) auch vor 10 bis 11 Jahren zu Herstellung eines Wittwenfonds die Diensterträge aufs neue eingeschickt worden, die Sache aber nicht zum Vollzug gebracht worden seyn.

Folglich wurden im Bayreutischen Fürstenthum in nicht vollen 40 Jahren die Diensterträge viermahl eingeschickt. Da nun bey deren in diesem Jahr erfolgten Abforderung die bewegende Ursache, so wie im Jahre 1754, nicht angegeben worden ist; so wird dadurch ein weites Feld zu Vermuthungen eröffnet.