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Nachrichten vom Zustande der Reichsstadt Nürnberg währender Zeit des dreyßigjährigen Krieges. Damahls abgefaßt von Hanns Hieronymus von Murr, und von 1647 an von Hieronymus von Murr fortgesetzt, von dem Herausgeber aber mit Anmerkungen begleitet. Dieses gleichzeitige Tagebuch geht vom 10 März 1619 bis zum 28 Aug. 1650, und enthält auch die Geschichte des Friedensexecutionstags. Es sind S. 44 die beyden Schenkungsbriefe Kg. Gustav Adolfs an die Stadt Nürnberg über das Teutsche Haus, die übrigen in der Stadt gelegenen Höfe und Häuser und die Bambergischen Güter zwischen der Rednitz, Schwarzach und Schwabach eingerückt, welche nur eine vorübergehende Wirkung hatten. – S. 46 steht die herzliche und rührende Antwort des Königs an die Deputirten des Nürnbergischen Raths, welche ihm das Geschenk überreichten. Dieses Tagbuch bestättigt, wie viel Nürnberg von den Durchzügen der Kriegsvölker, der Versorgung der Schwedischen Armee und sonst in diesem Kriege gelitten. 1632 wurde dem König ein Vorlehen von zwey Tonnen Goldes von der Stadt gegeben. Der Geschichtschreiber Wallensteins und des 30jährigen Kriegs findet hier gute Materialien gesammelt und manches vorgearbeitet.