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zu unterhalten wünschte. Bey diesen gelehrten Unterhaltungen war er stolz auf die Einsichten seines Pfarrers; er mußte immer zugegen seyn. Herr von Truchseß selbst schaffte viele Bücher, um seinen Pfarrer immer in der Verfassung zu erhalten, daß er zur gelehrten Unterhaltung über die neuesten und ältesten Gegenstände der Litteratur zu brauchen war. Vorzüglich kaufte er viele Werke, die ins Fach der Erziehungs-Wissenschaft und der schönen Wissenschaften einschlugen. Wetzhausen war daher der Ort, wo schon längst die Verbesserung der Teutschen Schule im physischen und moralischen Verstande anhob, ehe man anderwärts in Franken daran dachte; wo die Toleranz allgemein geltend gemacht war, so gar in Vertheilung der herrschaftl. Almosen an Sonntagen, als man noch dafür das Kreuz schlug, treulich im Kreise von Mönchen aller Gattung und Farben eine Mittags-Suppe oder ein Abendmahl zu verzehren, wo eigentlich Religionsgefühle und Achtung für Protestantismus mit aller Bescheidenheit gegen anders Denkende sichtbar wurden, ohne in den jetzt so gewöhnlichen Indifferentismus zu verfallen. Der Freyherr von Truchseß besuchte jährlich das Bad zu Kißingen. Da war es nun dem religiösen Manne eine besondere Herzensangelegenheit, wie er sich unter Römischkatholischen einen gemeinschaftlichen und lautern Gottesdienst mit seinem Gefolge und seiner Dienerschaft verschaffen möchte. Er rechnete auf die Erlaubniß der Wirzburgischen geistl. Regierung

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Diverse: Miscellaneen in: Journal von und für Franken, Band 6. Raw, Nürnberg 1793, Seite 375. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Miscellaneen_(Journal_von_und_f%C3%BCr_Franken,_Band_6,_3).pdf/4&oldid=- (Version vom 1.8.2018)