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XIII.
Miscellaneen.


1.

Herr Johann Georg Heil, aus Berkach im Grabfelde gebürtig, seither Pfarrer zu Walchenfeld und Birkenfeld, wo er geschätzt von seiner gnädigen Herrschafft und geliebt von seiner Gemeinde lebte, ist vom Herrn Baron von Truchseß zu Wetzhausen zum Pfarrer nach Wetzhausen und Meyles beruffen worden. Sein Herr Vorfahrer im Amte war Johann Gottfried Schöner, aus der Reichsstadt Schweinfurt, ein Mann, der von Seiten seines Herzens und seiner Kentnisse gleichverehrungswürdig war, und besonders die Achtung und das Vertrauen seines ehemaligen Herrn, des Freyherrn von Truchseß, besaß, der durch seine Religiosität, durch seine Toleranz, durch seine Einfachheit in Kleidern und durch die Wohlthätigkeit gegen die Armuth bekannter ist, als durch seine Übersetzung des katholischen Asceten Thomas von Kempis und durch die Umschmelzung desselbigen zum Besten seiner protestantischen Glaubensgenossen. Der gerade einfache Mann, zu der Zeit, wo beym Fränkischen Adel noch alles nach dem Französischen Zuschnitte gemodelt seyn mußte, verdiente allerdings eine genauere Lebensbeschreibung in einem Fränkischen Journale, bis wir dieselbige zu erhalten das Glück haben, geben wir

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Diverse: Miscellaneen in: Journal von und für Franken, Band 6. Raw, Nürnberg 1793, Seite 372. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Miscellaneen_(Journal_von_und_f%C3%BCr_Franken,_Band_6,_3).pdf/1&oldid=- (Version vom 1.8.2018)