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Herman Melville Übersetzt von Rudolph Garrigue: Vier Monate auf den Marquesas-Inseln oder ein Blick auf Polynesisches Leben
1. Theil

Capitel V.

Gedanken vor dem Versuch zur Flucht – Tobias, ein Schiffsgenosse, entschließt sich das Abenteuer mitzumachen – Die letzte Nacht am Bord.

Fest entschlossen, das Schiff heimlich zu verlassen, und mit allen Notizen über die Bucht versehen, die ich in meiner Lage hatte sammeln können, fing ich nun ernsthaft an, alle Pläne zur Flucht, die mir einfielen, gründlich zu überlegen, da ich nur mit äußerster Vorsicht einen Versuch machen wollte, dessen Mißlingen so viele unangenehme Folgen haben konnte. Der Gedanke, eingeholt und schimpflich an Bord zurückgebracht zu werden, war mir so abscheulich, daß ich beschloß, nicht durch übereilte oder unvorsichtige Maßregeln ein solches Ereigniß wahrscheinlich zu machen.

Ich wußte, daß unser würdiger Capitain, der so väterlich um das Wohl und Wehe seiner Mannschaft besorgt war, nicht gutwillig zugeben würde, daß einer seiner besten

Empfohlene Zitierweise:
Herman Melville Übersetzt von Rudolph Garrigue: Vier Monate auf den Marquesas-Inseln oder ein Blick auf Polynesisches Leben, 1. Theil. Gustav Mayer, Leipzig 1847, Seite 57. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Melville-Vier_Monate_auf_den_Marquesas-Inseln._Teil_1.djvu/67&oldid=- (Version vom 1.8.2018)