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Herman Melville Übersetzt von Rudolph Garrigue: Vier Monate auf den Marquesas-Inseln oder ein Blick auf Polynesisches Leben
1. Theil

haben müsse. Weitere Beobachtungen überzeugten uns, daß der Ort regelmäßig besucht werde, und zwar, wie wir aus gewissen Zeichen schlossen, um eine besondere Wurzel zu bekommen, aus welcher die Wilden eine Art Balsam ziehen.

Diese Entdeckungen bestimmten uns, sogleich einen Ort zu verlassen, der nur den Vorzug der Sicherheit für uns gehabt hatte; nach langem Suchen fanden wir endlich einen ziemlich wegsamen Punkt, um die Felsen ersteigen zu können, und nach einer halben Stunde angestrengten Kletterns standen wir wieder auf der Spitze desselben Abhanges, von welchem wir Abends zuvor hinabgestiegen waren.

Ich schlug nun Tobias vor, statt auf der Insel umherzuwandern und uns auf jedem Schritt dem Entdecktwerden auszusetzen, lieber einen bestimmten Aufenthaltsort zu wählen, wo wir, so lange unsere Nahrung ausreiche, bleiben, uns eine Hütte bauen und so vorsichtig und umsichtig wie möglich sein wollten. Mein Begleiter war mit Allem einverstanden und wir gingen daher gleich ans Werk.

In dieser Absicht überstiegen wir, nach vergeblicher Untersuchung einer kleinen Schlucht in der Nähe, mehrere der Bergrücken, deren ich gedacht habe, und befanden uns etwa um Mittag am Fuße einer langen schräg aufsteigenden Ebene, ohne jedoch bis dahin einen zu unserm Vorhaben geeigneten Platz gefunden zu haben. Schwere niedrighängende

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Herman Melville Übersetzt von Rudolph Garrigue: Vier Monate auf den Marquesas-Inseln oder ein Blick auf Polynesisches Leben, 1. Theil. Gustav Mayer, Leipzig 1847, Seite 91. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Melville-Vier_Monate_auf_den_Marquesas-Inseln._Teil_1.djvu/101&oldid=- (Version vom 1.8.2018)