Seite:Über die Baumwollen-Manufakturen im Bayreutischen Voigtlande.pdf/28

Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.

und Waaren, der Einfuhr der auswärtigen nicht gleich komme, und daß unser bisheriger Activhandel dem Passivhandel die Bilance unmöglich halten könne; so würde hier eine Wiederhohlung davon ganz unnöthig seyn. Man wird ohnehin ohne Widerspruch zugestehen, daß es ungemein vortheilhaft wäre, wenn man durch mehrere Verarbeitung eines ergiebigen Landesproducts die Einfuhr minderte, die Ausfuhr erweiterte. Durch mehrere Verarbeitung des Flachses nun könnte sowohl das eine, als das andere geschehen.

Die vielen Sorten von fremder Leinwand, Battist, feines fremdes Tischzeug, leinene Strümpfe, die von den Benachbarten zum Verkauf gebracht werden, fremde leinene Bänder etc. könnte man allmählich entbehren. Unsere Weber haben zum Theil gewiß Geschicklichkeit genug, es an Feinheit ihrer Arbeiten den Ausländern gleich zu thun, und bey glücklicher Aufmunterung durch gute Bezahlung und bequemen Absatz würden sie auch ohne Zweifel ihre Kunst erweitern und verfeinern. Könnte man auch nur die Schlesische oder Holländische Leinwand entbehren; wie viel würde schon dadurch gewonnen seyn?