Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen: Strassberg

Textdaten
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Autor: M. G.
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Titel: Strassberg
Untertitel:
aus: Voigtländischer Kreis, in: Album der Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen. Band 5, Seite 208–209
Herausgeber: Gustav Adolf Poenicke
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Erscheinungsdatum: o. J. [1859]
Verlag: Expedition des Ritterschaftlichen Album-Vereins
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Erscheinungsort: Leipzig
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[208]
Strassberg


1 Stunde von Plauen an der Elster gelegen, wohin ein angenehmer Wiesenweg von letzterer Stadt aus führt.

Strassberg war in den frühesten Zeiten ein sehr wichtiger Ort, und ein besonderes Rittergut, wogegen es jetzt bloss als Vorwerk von Neundorf betrachtet wird.

Strassberg hatte eine bedeutende Burg, von welcher sich eine [209] Linie der Plauischen Reichsvoigte die Strassberger nannte. Noch jetzt nennt man eine im Norden ansteigende Höhe die Burg oder den Burgstadel.

Wenn bei der Beschreibung von Neundorf eines Oberhofrichters von Plauen Erwähnung geschehen, so ist hierüber berichtigend noch Folgendes hinzuzufügen: Der dort erwähnte Voigt Heinrich der Aeltere von Plauen, durch seine Tochter Elisabeth Grossvater der schönen Elisabeth von Arnshaugh, war allerdings Oberhofrichter, doch nicht etwa zu Plauen, sondern im Pleissner Lande oder zu Altenburg.

Die Stifterin des Klosters Kronschwitz, Tutta, befiel die Lust zum Klosterleben zugleich mit ihrem Gemahl, wesshalb das Paar sich vor allen Dingen im Kloster Mildenhurth feierlichst scheiden liess.

Das mittelalterliche Geschlecht von Strassberg, aus welcher 1230 ein Heinrich und 1282 ein Arnold stammen und nachmals naumburgische Domherren waren, hat die Burg wohl schwerlich besessen, sondern nur erblich commendirt.

Vor denen von Reibold hatte der Lobdeburger Graf Otto auf Arnshaugh, welcher 1284 dem Deutschorden das Kirchenpatronat allhier verlieh, besessen. Nach diesem Geschlechte war Eckenbert von Goldenitz aus der Familie, deren Andenken das ehemalige Rittergut Güllnitzhof zu Goldnitz erhalten hat, Besitzer von Strassberg, und dann erst folgten die von Reibold.

Strassberg liegt am linken Ufer der Elster, unterhalb der Mündung des Rosenbachs, 1 Stunde oberhalb Plauen, zwischen Kröstau, Krauschwitz, Kobitzschwalde und Neundorf.

Sonst war das Gut, wie Neundorf altschriftsässig und wie dort, so übernahm auch hier das Amt Plauen die Gerichtsbarkeit im October 1855.

Der vereinigte Gerichtssprengel bestand 1802 aus 523 Consumenten.

Im Jahre 1858 zählte Unterneundorf in 28 Häusern 214, Oberneundorf in 32 Häusern 180, Strassberg in 24 Gütern und 10 andern Häusern 201 Seelen.

Für das Filial Strassberg und Oberlosa ist jetzt als Prediger Herr Friedrich Wilhelm Traugott Schöpff angestellt.

M. G.