Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band IX A,1 (1961), Sp. [IX_A,1 995]
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Urbinus. 1) vielleicht nicht in Urbinius zu ändern, sondern Gentilname mit unrömischer Endung wie Pomptinus. Denn bei Val. Max. VI 8, 6 ist nur der Genetiv Urbini überliefert, aber bei Macrob. Sat. I 11, 16 dreimal und III 13, 7 ebenfalls der Nominativ Urbinus, und auch bei dem Frauennamen schwankt die Überlieferung – abgesehen davon, daß auch zu Urbinus die weibliche Form Urbinia gehören könnte wie z. B. Perpennia zu Perpenna. Ein angeblicher Triumvir monetalis Q. Ur(binius) von 663 = 91 hat sich seit der richtigen Auflösung der Münzaufschrift Ap. Cl(audius) T. Mal(lius) Q(uaestores) Ur(bani) längst verflüchtigt (Grueber Coins of the roman rep. I 199, 1. CIL I² app. 232). S. auch Orbinia o. Bd. XVIII S. 877.