9) M’. Fonteius C. f., Münzmeister um 670 = 84. Mommsen (Münzw. 591 nr. 221) hatte gemeint, daß von demselben Manne zwei Münzserien herrührten, daß die eine von ihm als Triumvir monetalis und die andere von ihm als Quaestor geprägt worden sei, und daß der Mann selbst mit dem von Cicero verteidigten F. identisch [2843] sei, obgleich dessen Praenomen in den Hss. M., nicht M’. laute. Jedoch die Münzen der einen Serie mit der Aufschrift M. Fontei(us) sind um etwa zwei Jahrzehnte älter (vgl. Nr. 8, auch Trad. Blacas II 445 nr. 233); es fragt sich also nur noch, ob die der jüngeren mit der Aufschrift M’. Fontei(us) C. f. dem späteren Klienten Ciceros gehören. Es paßt dazu die Zeit und die Bekleidung des Münzmeisteramts durch diesen Mann (vgl. Nr. 12); daß sein Vater C. hieß, ist eine annehmbare Vermutung (vgl. Nr. 6); aber bedenklich macht doch die Abweichung des Praenomens und der Umstand, daß die Familie der Fonteii auch schon nach den spärlichen hier zusammengestellten Angaben ziemlich weit verzweigt war. Der Münzmeister, der zu seinem eigenen Namen den seines Vaters hinzusetzte, wollte sich dadurch von dem gleichnamigen älteren unterscheiden; außer diesen beiden ist durch Münzen ein Kriegstribun M’. (Nr. 10) bekannt, der vielleicht auch dieser Zeit angehört, so daß die Identität des jüngeren Triumvir monetalis mit dem Tribunus militum ebenfalls möglich wäre. So ist es mindestens sehr unsicher, ob die Münzen der späteren Serie dem in den Hss. M. genannten Manne zuzuweisen sind.