Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band V,2 (1905), Sp. 1668
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Dratinus amnis, an der Küste des persischen Golfes zwischen dem Siccanas und einem fl. salsum, Plin. VI 111, wo eine gute Hs. für dein Dratinus die Lesart deinde Ratinus bietet. Da der Siccanas mit dem Sitioganus oder Σιτακ(αν)ός, dem heutigen khôr-i-Ziâret oder âb-i-Mand, zusammenfällt, so bezeichnet der D. oder Ratinus sicher den Granis oder Fluss von Taoke. In der That heisst der Fluss von Tawağ bei den arabischen Geographen seit Iṣṭakhrî nahr Ratin, was aufs beste zu der Lesart Ratinus stimmt; sie erwähnen als linken Zufluss des Ratin den nahr Garšîq, der bei Mâṣerm entspringt und heutzutage rûdkhâne-i-Girih heisst, und den ,blau-grünen‘ Bach Akhšîn (vgl. zend. aχšaêna), der die Wäsche bläulich färbt.