Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band V,1 (1903), Sp. 1231
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Divali, kaukasisches Volk über dem Bergriegel an den Quellen des fl. Cyrus und in der Landschaft Musetice, d. i. Μοσχική, zweimal verzeichnet in der Tab. Peut., vgl. Geogr. Rav. 69, 18 patria Myceticon Dibalon Certinon. Valli kennt Plin. VI 30 westlich von den portae Caucasiae nahe den Suani als Anwohner der montes Gordynii; ungenau versetzt Ptolem. V 9, 21 diese Οὐάλοι an die Nord-, statt an die Südseite des centralen Kaukasos. Die armenische Geographie p. 26 ed. Soukry nennt in der Reihe der central-kaukasischen Montagnards die Dual-kḥ (plur.); von den Osen, Nachkommen der Alanen, werden sie noch jetzt Dual, plur. Dual-thā, genannt. In den georgischen Chroniken ist von den Dwali oft die Rede; im Bergcanton Dwaleṭhi werden Abteilungen wie Maghran-Dwali und Ṡawi (,schwarze‘) -Dwali unterschieden. Ursprünglich ein Sonderstamm von grosser Ausdehnung und mit eigener (dem Thuši verwandten?) Sprache haben sich die D. seit Annahme der georgischen Kirchensprache unter S. Nino und der Königin Thamar dem iberischen Volkstum völlig angegliedert; viele ihrer Hochthäler verloren sie jedoch an die über den Kamm südwärts vorgedrungenen Osen.