Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Iuppiter, Stadtgott v. Damaskus
Band IV,2 (1901) S. 2035
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Damascenus (Iuppiter). Über den Stadtgott von Damaskus, τὴν Διὸς πόλιν ἀληθῶς (Ps.-Iul. ep. 24, 392 c), schweigen die Schriftsteller fast ganz. Aus Iust. XXXVI 2 nomen urbi a Damasco rege inditum in cuius honorem Syrii sepulchrum Athares (hsl. Arathis), uxoris eius, pro templo coluere (vgl. Etym. magn. s. Δαμασκός· Δαμᾶς ... ἱδρύσατο ἐκεῖ Συρίας θεοῦ ξόανον) darf man schliessen, dass, wie gewöhnlich, der Gott als der Gründer der Stadt angesehen wurde, und dass neben ihm eine weibliche Baʿalat, die Athare (s. Atargatis), verehrt wurde. Eine Inschrift aus Damascus (Le Bas-Waddington 1879 vgl. 2549f.) beweist, dass sein Tempel bedeutende Besitztümer hatte. Derselbe wurde von Theodosius I. in eine christliche Kirche verwandelt (Malal. XIII p. 344 Dind.; Chron. Pasch. I 561 Dind.). In der Kaiserzeit drang der Cult des Gottes in Italien ein. In Puteoli waren die sacerdotes Iovis optimi maximi Damasceni angesehene Bürger (CIL X 1576), und in Rom wurde demselben von einem orientalischen Veteran trans Tiberim eine von einem Pinienzapfen gekrönte Stele gewidmet (CIL VI 405).

[Cumont. ]