Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band IV,1 (1900), Sp. 859
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Condrusi, nach Caes. b. G. II 4 angeblich germanisches Volk in Gallia Belgica (Condrusos, Eburones, Caeroesos, Caemanos, qui uno nomine Germani appellantur), Clienten der Treverer (b. G. IV 6); vgl. VI 32 Segni Condrusique ex gente et numero Germanorum, qui sunt inter Eburones Treverosque. Der Name hat sich bis heute erhalten im ,pays de Condroz‘, der Landschaft am südlichen Ufer der Maas von Namur bis gegen Lüttich. Hier lag der in mittelalterlichen Urkunden Condrusius, Condrustus, Condrustius und ähnlich genannte pagus, dessen alter Name auf einer brittannischen Inschrift pagus Condrustis lautet: CIL VII 1073 Deae Viradesthi pagus Condrustis mili[t(ans)] in coh(orte) II Tungrorum; vgl. auch CIL VII 1234 n(umerus) Cond(rusorum)? Zeuss Die Deutschen 212. 213. Glück Kelt. Namen 64. Bergk Zur Gesch. u. Topographie der Rheinlande 119ff. Holder Altkelt. Sprachschatz s. v.

[Ihm.]