Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band III,2 (1899), Sp. 2124
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Charbyris (Χάρβυρις), nach Sozom. hist. eccl. V 10 ein Ort auf Kypros in der Gegend von Paphos, wo Hilarion sich längere Zeit aufhielt. Nach Valesius z. St. nennt Nikephoros (welcher?) den Ort Χαρύβρις, Epiphanius Scholasticus Carybdis; beide Formen findet man als Varianten Act. SS. Oct. IX 29 § 55. Da Hieron. vit. Hilar. 42 (Migne lat. XXIII 52) und die Vita Epiphanii 33 (in Epiph. op. ed. Dindorf I 37) von einem Ort bezw. einer Höhle 2 Milien von Paphos sprechen, wo Hilarion lebte, so hat man darunter wahrscheinlich Ch. zu verstehen, wie schon Tillemont Mém. p. s. à l’hist. eccl. VII² 570 vermutete. Der Name ist daher wohl auf eine der höhlenreichen Nekropolen bei (Neu-)Paphos zu beziehen, von denen jene im Südosten, ein Fundort kyprisch-epichorischer Inschriften, jetzt den Namen ἁλώνια τοῦ ἐπισκόπου führt, s. Oberhummer Ztschr. d. Ges. f. Erdk. 1890, 235.