Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band III,2 (1899), Sp. 20662067
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4) (Ἡ Χαλκῆ, die Eherne, hiess die von Constantinus d. Gr. erbaute Vorhalle des grossen Kaiserpalastes in Constantinopel, deren bei byzantinischen Schriftstellern sehr häufig Erwähnung geschieht. Den Namen hatte sie von dem mit vergoldeten Erzziegeln belegten Dache oder von [2067] einer ehernen Thüre. Im J. 532 durch den grossen Brand zerstört, ward sie von Iustinian I. wiederhergestellt und diente später als Gefängnis und Gerichtshof. Romanos I. (921–948) baute auch eine Christuskirche hinein, auf welche der Name der Ehernen (Enea bei Bondelmonte) ebenfalls überging. Quellen bei Ducange Const. Christ. 114, 2. Banduri Imp. or. (s. Ind.). J. P. Richter Quellen z. byz. Kunstgesch. 260–272 u. ö. Reber Abhandl. Akad. München, Hist. Kl. XIX 735ff.