Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band III,2 (1899), Sp. 1979–1980
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Cerfennia (das Ethnikon Cerfennini nur in [1980] der falschen Inschrift CIL IX 299*), Ort im Marserlande, wenig nördlich vom Fuciner See, beim jetzigen Collarmele (oder Collarmeno), wo eine Kirche S. Felicitatis in Cerfenna den Namen noch im 12. Jhdt. bewahrte (Bulla Paschalis II. bei Ughelli Ital. sacra I 893 ed. 1717. Jaffé Regesta I² 6371). Genannt wird es als Station der Via Valeria (Itin. Ant. 308. Tab. Peut. Geogr. Rav. IV 34 p. 282 P.); Kaiser Claudius, im J. 48–49, verlängerte diese bei Marruvium endigende Strasse durch eine bei C. abbiegende Strasse, welche den Stock des Centralappennins überschritt und im Aternusthale bis zu dessen Mündung ging (Meilenstein CIL IX 5973: viam Claudiam Valeriam a Cerfennia Ostia Aterni munit, idemque pontes fecit). Mommsen CIL IX p. 348 vermutet, dass das Σερεννία bei Diodor. XX 90, Cesenna bei Liv. IX 44, 16, welches die Römer im J. 305 zugleich mit Sora und Arpinum eroberten, von C. nicht verschieden sei.