Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Komödiendichter
Band III,1 (1897) S. 143 (IA)
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6) Komoediendichter. Seine Zeit bestimmt sich nach der bei Plutarch de adul. ab amico internosc. 11 p. 55 c erhaltenen Anekdote: καὶ Βάτωνι (βάτωι Hs) τὴν σχολὴν ἀπεῖπεν Ἀρκεσίλαος ὅτε πρὸς Κλεάνθην στίχον ἐποίησεν ἐν κωμῳδία, πείσαντος δὲ τὸν Κλεάνθτην καὶ μεταμελομένον διηλλάγη. Kleanthes, geb. 331, gest. 251, übernahm die Leitung der Stoa etwa im J. 270, Arkesilaos lebte von 315 (?)–240, B. dichtete also etwa in der ersten Hälfte des 3. Jhdts. Die zweimalige Erwähnung Epikurs (gest. 270) ergiebt nichts Genaueres, da das von Epikur Gesagte ebenso gut nach dessen Tode gesagt sein konnte. Dramentitel sind vier nachweisbar, Αἰτωλός bei Stobaeus, Ἀνδροφόνος Εὐεργέται Συνεξαπατῶν bei Athenaeus citiert (aus Athen. bei Suid. s. Βάτων). Die wenigen Bruchstücke beschäftigen sich wesentlich mit der Verhöhnung der Philosophen, deren strenge Lehren mit ihrem lockeren Leben nicht im Einklang stünden; Epikur wird als Mahner zum Lebensgenuss gepriesen. Im Συνεξαπατῶν sind Philosophen aufgetreten τὰ ἐν τοῖς βιβλίοις ἀπόρρητα οὐ μόνον ἐκλέγοντες ἀλλὰ καὶ ἐξορύττοντες (Athen. XV 678f). Meineke Hist. crit. 480. Fragmente bei Meineke IV 499. Kock III 326.

[Kaibel. ]