Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,2 (1896), Sp. 2561
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Ausones (Αὔσονες), graecisierte Form des Namens Aurunci, also eigentlich beschränkt auf die Bewohner des Küstenstrichs zwischen Volturnus und Liris (s. o. S. 2554). Der Name der A. war den Griechen schon im 5. Jhdt. bekannt (Hekataios bei Steph. Byz. s. Νῶλα. Hellanikos bei Dionys. Hal. I 22, 3); gewöhnlich erscheinen sie neben den Opikern (denen sie Antiochos von Syrakus bei Strab. V 242 und Aristot. Pol. VII 10 direct zurechnen) als Autochthonen (Aelian. var. hist. IX 16. Hellanikos bei Dionys. a. a. O. Diodor. V 7. Plin. III 56. 95. Scymn. 228. Cato frg. p. 15. Jord. Festus epit. 18, vgl. Paul. Diac. hist. Lang. II 24), und als bedeutendes, mächtiges und kriegerisches Volk (Eroberungszüge nach Sicilien: Hellanikos a. a. O.; Gründung von Temesa durch die A., Strab. VI 255), doch werden offenbar von Späteren an den Namen der A. Facta angeknüpft, die sich auf andere italische Stämme beziehen. Nachdem dann die Aurunker von den Römern vertilgt sind, wird der Name immer häufiger zur Bezeichnung der Einwohner Mittelitaliens, ja der ganzen Halbinsel verwandt (s. Ausonia und die zahlreichen von de Vit Onomast. I 629 zusammengebrachten Belegstellen). Vgl. Nissen Ital. Landesk. 524. 531. 544.