Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,2 (1896), Sp. 1701
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Askos (Ἀσκός), ein Gigant, der in Verbindung mit Lykurgos den Dionysos fesselte und in den Strom warf. Hermes befreite diesen, überwältigte den Giganten (ἐδάμασε) und zog ihm die Haut ab, die einen zur Aufbewahrung des Weines tauglichen Schlauch (ἀσκός) abgab; davon erhielt die syrische Stadt Δαμ-ασκός den Namen, Steph. Byz. s. Δαμασκός. Ebenso, nur mit Zeus als Befreier, Etym. M. s. Δαμασκός. Damaskios Vit. Isid. in Phot. bibl. p. 348. Ein etymologisch zugespitzter Mythos, der im Flusswasser, das statt des Meeres (ἁλὸς κῦμα Ilias VI 136) den verfolgten Dionysos aufnahm, einen altertümlichen Zug bewahrt hat (Crusius Philol. N. F. II 1889, 208f.).