Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,1 (1895), Sp. 1175
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Armalausi, ein auf der Tab. Peut. über der römischen Reichsgrenze zwischen den Alamannen und Markomannen angesetzter Volksname. Armilausa oder armelausa ist bei Isidor. orig. XIX 22 u. a. (vgl. Ducange Gloss. med. et inf. Lat. s. Armilausa) Bezeichnung eines Kriegsgewandes, danach scheint jenes Volk benannt zu sein. Zeuss (Die Deutschen 308) ist geneigt, in den A. keltische Stämme zu erkennen, Bacmeister (Keltische Briefe 60) vergleicht die Tectosagi, die er zweifelnd als ‚Mantelumhüllte‘ deutet. Nach Much (Deutsche Stammsitze, Halle 1892, 75 = Beitr. zur Gesch. der deutschen Sprache u. Litt. XVII) ist der Name deutsch und auf der (Tab. Peut. verderbt für Armialausi oder Armilausi.

[Ihm.]