Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,1 (1895), Sp. 173
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Aponus, Heilquelle unweit Patavium, noch jetzt als Abano wegen seiner heissen Mineralbäder viel besucht (Lucan. VII 193. Martial. VI 42, 2. Sil. Ital. XII 218. Claud. carm. min. 26. Cassiodor. var. II 39; als Aquae Patavinae bei Plin. n. h. II 227. XXXI 61). Dabei lag ein Orakel des Geryon (Suet. Tiber. 14.[WS 1] Claud. a. a. O. v. 25). Vielleicht sind dort im 16. Jhdt. die bronzenen (fälschlich sortes Praenestinae genannten) Losstäbchen CIL I 1438–1454 gefunden. Auf ein Heiligtum des Apollo oder Antenor scheint die lückenhafte Stelle in den Veronenser Scholien zu Aen. I 249 zu deuten. Aber die Stellen Hist. Aug. Claud. Goth. 11; Firm. 3, wo von sortes Apenninae und einem Orakel in Apennino die Rede ist, werden irrig mit diesem in Verbindung gebracht, sie beziehen sich auf das Heiligtum des Iuppiter Apenninus bei Iguvium (Mommsen CIL I p. 267). Weihinschriften an die A(quae) A(poni) – oder den A(ponus) A(ugustus)? – CIL V 2783–2790. 8990. Aus Martial I 61, 3 censetur Apona Lirio suo tellus hat man schliessen wollen, dass A. der Geburtsort des Geschichtschreibers gewesen sei, doch ist wahrscheinlicher Apona = Patavina zu verstehen.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Tiber. 14.