Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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(Ἀφροδιτόπολις; Ἀφροδίτης πόλις Steph. Byz. Kenyon Catal. of Greek Papyri 112;
Band I,2 (1894) S. 2793 (IA)
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Aphroditopolis (Ἀφροδιτόπολις; Ἀφροδίτης πόλις Steph. Byz. Kenyon Catal. of Greek Papyri 112; Veneris oppidum), Name mehrerer Städte Ägyptens, abgeleitet von dem Kultus der Hathor und bedeutungsverwandter weiblicher Gottheiten. Die Münzen aus den Zeiten Traians und Hadrians, deren Aufschrift ΑΦΡΟΔΙ, ΑΦΡΟΔΕΙ ΠΟΛΙΤΗϹ zeigt, dass sie für die nach einzelnen dieser Städte benannten aphroditopolitischen Gaue geprägt wurden, lassen sich einem bestimmten dieser Gaue nicht zuweisen und haben vielleicht, wie schon Zoëga (Numi Aegyptii 75 nr. 104 Anm.) hervorhob, überhaupt auch diesen gleichbenannten Gauen in gleicher Weise dienen sollen. Doch sind sie von verschiedenem Typus. Sie zeigen bald einen Tempel mit zwei Säulen und darin eine stehende weibliche Figur, die eine Nike oder Elpis auf der Hand hält, zwischen zwei Sphingen, eine Darstellung, die wohl schwerlich, wie man vermutet hat, eine Anspielung auf die Bedeutung des Namens Ḥatḥor, ‚Haus des Ḥor‘, hat sein sollen, bald eine stehende weibliche Gestalt, die in der Linken eine kleine Figur (Nike), in der Rechten einen Gegenstand hält, der von einigen als ein Sperber, von andern als eine Lotosblume gedeutet wird, bald eine nach links schreitende weibliche Gestalt, die mit der Linken ihr Gewand gefasst hat und auf der Rechten einen Gegenstand (Lotosblume oder Uraiosschlange, oder Sperber?) hochhält. Auch eine Münze, auf der man einen Ibis zu erkennen geglaubt hat, gehört wie es scheint hierher. Vgl. Zoëga a. a. O. 75 nr. 104. Tôchon Médaillons des Nomes 105ff. Pinder-Friedländer Beiträge I 155. J. de Rougé Monnaies des Nomes (= Rev. numismat. N. S. XV) 21ff. Feuardent Numismat. de l’Égypte II 309.