Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,2 (1894), Sp. 2392
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3) Ein nicht näher zu bestimmender kleiner Vogel (Motacilla flava?, vgl. Aubert-Wimmer Aristot. Tierkunde I 87). Er lebt an Flüssen und Sümpfen, hat eine schöne Farbe, lebt von Würmern, Gras u. s. w. Arist. hist. an. VIII 41, 592 b 25. IX 18, 609 b 14. 77, 615 a 27. Hervorgehoben wird seine Feindschaft mit dem Pferde, dessen Wiehern er nachahmt. Arist. hist. an. IX 18, 609 b 14ff., ebenso Aelian. n. a. V 48. VI 19. Plin. n. h. X 116. Was Antoninus Liberalis 7 erzählt, wie Α., der Sohn des Autonoos (oben Nr. 1), von Pferden gefressen, dann in den nach ihm genannten Vogel verwandelt worden sei, mag aus solchen Nachrichten über die Feindschaft des A. und des Pferdes herausgewachsen sein. Auch mit dem Hänfling und dem Aigithos lebt er in Feindschaft, sein Hass gegen letzteren ist so gross, dass das Blut beider sich nicht mischt. Arist. hist. an. IX 22, 610 a 6. Plinius n. h. X 205 fügt hinzu, dass das Blut des A. deshalb als Zaubermittel berüchtigt sei.