Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,2 (1894), Sp. 2344
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Antalas, um das J. 500 als Sohn des Guenfan (Coripp. Iohann. III 66ff.) geboren, Fürst der Mauren in Byzacene, führte schon in seinem 17. Jahre ein Räuberleben (ebd. III 156ff.), kämpfte, 30jährig, mit Glück gegen den Vandalenkönig Hilderich (ebd. III 198ff. Procop. Vand. I 9 p. 349B.), schloss sich dann Belisar und den Römern an (Coripp. a. a. O. III 287ff. Procop. a. a. O. I 12 p. 462B.), mit denen er zehn Jahre in Frieden und Bündnis lebte (Coripp. a. a. O. II 35. III 290) und von denen er als alleiniger Herrscher über die Mauren von Byzacene anerkannt wurde. Als aber der Magister militum Salomon ihm die Subsidien entzog und seinen Bruder Guarizila töten liess, empörte sich A. gegen die Römer im J. 544 (Procop. a. a. O. II 21. 22 p. 503ff. B. Coripp. a. a. O. II 28. III 384ff. IV 366). Er errang Erfolge und unterstützte den Aufstand des Tyrannen Guntarith (Procop. a. a. O. II 22 p. 506f. II 24 p. 515 B.), trennte sich aber dann von ihm, unterhandelte mit den reichstreuen Römern und wurde von Artabanus geschlagen (ebd. II 27 p. 523ff.). Auch mit dem Magister militum Iohannes führte A. Krieg, wurde aber wiederholt geschlagen und völlig unterworfen (Procop. a. a. O. II 28 p. 533ff.; Goth. IV 17 p. 549. Coripp. a. a. O. IV–V. VIII). Vgl. J. Partsch im Prooemium und im Index zu seiner Ausgabe des Corippus (Mon. Germ. hist. auct. ant. III 2).