Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,2 (1894), Sp. 2075
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Anauni, Alpenvolk, das mit den Tuliasses und Sinduni zum Gebiet des Municipiums Tridentum gehörte, wie aus dem Edict des Kaisers Claudius (CIL V 5050. Bruns Fontes iuris Romani⁵ 224. Marquardt St.-Verw. I² 14) hervorgeht, der diesen drei Stämmen das Bürgerrecht erteilte. A. sind die Bewohner des heute Val di Non genannten Alpenthales, wo die Erztafel mit dem Edict des Kaisers gefunden wurde (Mommsen CIL V p. 537; Zeitschr. f. Rechtsgeschichte IX 179). Ihren Hauptort Ἀναύνιον nennt Ptolemaeus III 1, 28 unter den Städten der Βελουνοί (Βεχουνοί?); vgl. C. Müller Ausg. des Ptolem. I 1 p. 340. Hier litten auch die Märtyrer Sisinnius und Alexander, in Anauniae partibus, wie Paulinus vita Ambrosii 52 berichtet; vgl. Augustin. epist. 139, 2 u. a. Vgl. Anagnis.

[Ihm.]