Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,1 (1893), Sp. 339
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Ada, Tochter des karischen Dynasten Hekatomnos und Gemahlin ihres Bruders Idrieus, Schwester des Maussolos und der Artemisia. Sie übernahm nach dem Tode ihres Gemahls Ol. 109, 1 = 344/3 die Regierung (Diod. XVI 45, 7. 69, 2). Um das J. 340 bemächtigte sich ihr jüngerer Bruder Pixodaros der Herrschaft; A. flüchtete nach Alinda im karischen Hinterlande, wo sie sich bis zum Einmarsch Alexanders d. Gr. in Karien (Herbst 334) gehalten hat (Diod. XVI 74, 2. Strab. XIV 656f. Arr. Anab. I 23, 7). Damals zog sie Alexander entgegen, begrüsste ihn als ihren Sohn und wurde wieder als Herrscherin über Karien eingesetzt. Die Belagerung der Burg von Halikarnassos führte sie gemeinsam mit Alexanders Feldherrn Asander im J. 333 glücklich zu Ende (Arr. I 23, 8. II 5, 7. Strab. a. O. Diod. XVII 24, 2, Plut. Alex. 22, 4; de san. praec. 9; reg. et imp. apophthegm. Alex. 9; non posse suav. vivi 17). Spätestens um die Zeit von Alexanders Tod ist A. durch Asander in der karischen Satrapie ersetzt worden, also wohl gestorben (vgl. Judeich Kleinasiat. Studien 255). Münzen A.s sind bisher nicht gefunden worden, vielleicht prägte sie im Typus des Idrieus weiter (Judeich a. O. 248, 1).