Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Athleten, die den Siegeskranz ohne Kampf erhalten
Band I,1 (1893) S. 1178 (IA)
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Ἀκoνιτί,[WS 1] d. h. ἄνευ ἀγῶνος .... ὥστε μηδὲ κονίσασθαι (Suid.), von Athleten gesagt, denen der Siegeskranz zu teil wird, ohne dass sie einen Kampf bestanden haben. Dieser Fall konnte eintreten, wenn der Antagonist vom Kampfe zurücktrat; dies geschah das erstemal Ol. 75: der vom Faustkampf ermüdete Theagenes wagte nicht, den Agon im Pankration aufzunehmen, worauf seinem Gegner, dem Mantineer Dromeus, der Sieg . zugesprochen ward (Paus. VI 11, 4). Zur Zeit des peloponnesischen Krieges siegte der Pankratiast Dorieus von Rhodos, des Diagoras Sohn, . im Faustkampf an den Pythien (Paus. VI 4, 1), vielleicht weil seine Antagonisten seine Überlegenheit scheuten; vgl. die Inschrift seiner Statuenbasis Arch. Ztg. XXXV 189 und dazu Foucart Bull. hell. XI 289ff. Einen Dioxippos (Zeit Alexanders d. Gr.), der im olympischen Pankration citra pulveris iactum gesiegt hatte, malte Alkimachos (Plin. XXXV 138). Vgl. auch das Siegerepigramm Bull. hell. VI 447: ἐκράτεις ἀμαχεί. Ein Sieg . konnte auch zuerkannt werden, wenn der angemeldete Gegner gar nicht oder zu spät erschien, wovon Paus. V 21, 14 ein Beispiel aus Ol. 218 erzählt. Ähnliche Fälle mögen öfter sich ereignet haben; vgl. Xenoph. Ages. VI 3. Hor. epist. I 1, 51 dulcis sine pulvere palmae. Das Wort . wird dann in übertragener Bedeutung von ἀμαχητί und ἀναιμωτί verwendet. Vgl. Krause Olympia 153ff.

[Reisch. ]

Anmerkungen (Wikisource)

  1. transkribiert: Akoniti.